Hekate
Lieblingszitat
Macht! Wo man nur hinsieht, verlangen die Menschen nach mehr Macht, und selbst vor dem Mordstreich schrecken sie nicht zurück. Wer einmal mit ihr in Berührung gekommen ist und von ihr gekostet hat, verlangt immer nach mehr. Menschen geben sich nicht mit dem zufrieden, was sie haben. Haben sie Macht, dann missbrauchen sie sie und lassen andere Menschen unter ihr leiden. Tyrannei. Eine ewige Kette an Tyrannen. Geschmückt mit Blut, dass sie auf dem Weg zur Macht hinterlassen haben.
Ich lebe seit Menschengedenken und bin die Herrscherin der Unterwelt. Da es jedoch keine Monarchie in meiner Welt gibt, sehe ich mich eher als „Fährmann“. Meine Aufgabe in der Welt der Sterblichen, besteht darin, den verstorbenen Seelen den Weg in die Unterwelt zu zeigen und ihnen die Angst zu nehmen. Die Lebenden fürchten sich vor dem Tod, doch wer ein Leben unter den Menschen verbracht hat, braucht nichts mehr zu fürchten. Denn die Unterwelt ist kein düsterer Ort, an dem die Toten bis in alle Ewigkeit Qualen leiden müssen. Es ist das Gegenteil. Ein demokratisches Weltbild. Frieden. Ordnung. Leben.
Die drei Hexen sind meine „Lehrlinge“. Ich brachte ihnen viel von dem bei, was ich weiß; doch sie sind lange nicht so weit, zu wissen, wo die Grenzen sind. Sie leben noch nicht so lange wie ich, daher müssen sie ihre eigenen Erfahrungen machen. Weiter kann ich sie nicht führen.
Ich bin es müde, zu sehen, wie die Menschheit durch Machtgier zu Grunde geht. Die falschen ziehen das große Los.. Ich habe mich stets im Hintergrund gehalten; zugesehen, wie Macht die Menschen vernichtete; Scharen von Toten den Frieden gewährt. Ich bin es Leid! Leid, tatenlos meiner Rolle auf dieser Welt gerecht zu werden. Ich besitze mehr Macht als alles Lebende. Und doch bin ich nicht Willens diese einzusetzen, denn etwas zu verabscheuen was andere tun, und es dann selbst tun, ist für mich nicht der richtige Weg.
Mein Weg besteht in meinem Plan, mit dem Ziel zu zeigen, was geschieht..
Ich selbst besitze jedoch keine Rolle in diesem Plan. Ich bin wie der Wind; ein Flüstern in der Stille, ein Geist in den Gedanken der Menschen. Ich sehe durch die Fenster und beobachte, lausche, vernehme, was nicht vernommen werden soll und lasse den Dingen ihren Lauf. Ein Anstoßen; ein Funken, der die Lunte entzündete, die letztlich das Fass sprengt.
Doch worin mein Plan besteht.. nun - wer den richtigen Weg beschreitet, der wird ihn erkennen. Und wer nicht, der mag sich über jenen Zweig wundern, an dem er grübelte.
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